5 Anzeichen, dass dein Stress zum Burn-out wird

Aktualisiert: Feb 6

Es gibt diesen Stress, den wir einfach nicht mehr loswerden.

Wir schaffen es nicht mehr abzuschalten und zu entspannen.

Wie du erkennst, dass du dabei bist auszubrennen und was du tun kannst, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen, erfährst du hier.







Stress kennen wir alle. Wie sollten wir sonst

  • auf den letzten Drücker in den losfahrenden Zug springen

  • eine kurzfristige Deadline erfüllen oder

  • eine Rede vor 100 Leuten halten?


Stress spornt unseren Körper und Geist zur Höchstleistung an.

Damit wir Unglaubliches schaffen.

Diese Art von kurzfristigem Stress kommt und ist dann auch schnell wieder vorbei.

  • Wir schnaufen eine Weile wie eine Dampflok und entspannen dann den Rest der Fahrt im Zugabteil.

  • Nach Erfüllung der Deadline gönnen wir uns ein Schaumbad.

  • Nach der Rede schnappen wir uns ein Glas Sekt und plaudern mit den Gästen.

Fantastisch. Stress und danach Entspannung. Der perfekte Ausgleich.


Stress ohne Ende


Doch dann gibt es diesen fiesen, sich langsam aufbauenden Stress.

  • Stress, der sich häuft und kein Ende mehr nimmt.

  • Stress, der sich von der Arbeit durch die Haustür ins Wohnzimmer schleicht.

  • Stress, der mit unter die Bettdecke kriecht und dich nicht mehr abschalten lässt.

Was den Stress auslöst, kann für jeden unterschiedlich sein.

Stress ist individuell.

Was für den einen ein Kinderspiel, ist für den anderen der blanke Horror:

  • verärgerte Klient*innen oder Vorgesetzte

  • zu viele Aufgaben und kein Ende in Sicht

  • eine Deadline einhalten


Schafft man es immer für Ausgleich und Entspannung zu sorgen, baut sich auch dieser Stress wieder ab.


Doch, was tun, wenn man gar nicht mehr entspannen kann?

5 Anzeichen, dass dein Stress zum Burn-out wird


1. Du hast ein sehr hohes Engagement für deine beruflichen Ziele.

Du bleibst gerne länger bei der Arbeit.

Du machst Überstunden, damit du alles schaffst.

Nur bei erledigten Aufgaben, findest du Ruhe.

Abgeben und um Hilfe bitten, fällt dir schwer. Du machst lieber alles selbst.


2. Du fühlst dich unentbehrlich.

Du denkst: „Ohne mich geht alles den Bach runter.“

„Wenn ich das nicht mache, dann macht es keiner.“


3. Du verleugnest deine eigenen Bedürfnisse.

Trotz dicker Erkältung oder Grippe gehst du zur Arbeit oder arbeitest von zu Hause.

Am Feierabend checkst du oft deine Arbeitsemails und erledigst dringende Angelegenheiten.

Eigentlich würdest du in deiner freien Zeit gerne mal gar nichts machen, aber Freunde wollen dich unbedingt sehen und du willst nicht absagen.

Du stellst dich zurück. Erst die anderen, dann irgendwann du.


4. Du hast das Gefühl nie Zeit zu haben.

Du denkst, der Tag müsste 48 Stunden haben, damit du alles schaffst.

Du wirst einfach nie fertig.

Wenn du könntest, würdest du durcharbeiten ohne zu schlafen, damit einfach mal alles geschafft ist.


5. Du bist ständig müde und erschöpft und deine Freizeit reicht nicht aus, dich zu erholen.

Meist hast du am Wochenende auch familiäre oder soziale Verpflichtungen/Aktivitäten.

So richtig zur Ruhe kommst du an deinen freien Tagen nicht.


Das passiert, wenn du jetzt nichts tust:

Die 5 Anzeichen sind Teil der ersten Phase eines sich aufbauenden Burn-outs.

Man geht davon aus, dass Betroffene mehrere Phasen durchlaufen, bis sie erkranken.

Schaffst du es nicht die Reißleine zu ziehen, geht es wie folgt weiter:


Zweite Burn-out-Phase

  • (Über-)Engagement breitet sich zum Erschöpfungszustand aus

  • Verminderte Belastbarkeit

  • Wachsende Stimmungslabilität

  • Chronische Müdigkeit und Erholungsunfähigkeit

  • Innere Unruhe und Nervosität

  • Gereiztheit bis zur Aggressivität

Dritte Burn-out-Phase: Endzustand

  • Resignation und Entmutigung

  • Verringerte Frustrationstoleranz

  • Entscheidungsschwäche und Konzentrationsstörungen

  • Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit

  • Minderwertigkeitsgefühl

  • Immunsystemschwäche: häufige Erkältungen und Infekte

  • Schlafstörungen, Albträume und sexuelle Probleme



Burn-out? Was heißt das eigentlich?


Burn-out heißt zu Deutsch „ausgebrannt sein“. Nichts geht mehr.


Das Burn-out- Syndrom besteht aus unterschiedlichen psychischen und körperlichen Symptomen wie Erschöpfung und innerer Leere.


Eine eindeutige medizinische Definition gibt es noch nicht.

Nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das Burn-out- Syndrom keine eigenständige Krankheit, sondern ein Einflussfaktor. Ärzte diagnostizieren daher bei Burn-out Symptomen z. B. Erschöpfungsdepression, chronisches Müdigkeitssyndrom oder affektive Störung.


Burn-out kann jeden treffen in jeder Lebenssituation: in der Ausbildung oder im Studium, im Job oder in der Selbstständigkeit, als Single oder als Elternteil.

Menschen mit Burn-out oder Burn-out Symptomen brauchen professionelle Unterstützung. Und das so schnell wie möglich.


Du bist auf dem Weg zum Burn-out, was tun?


Wenn du diesen Text liest und bei mindestens 2-3 Anzeichen innerlich nicken musst,

ändere etwas in deinem Alltag.

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Sprich mit einer vertrauten Person.

3. Tue etwas, was dir gut tut.

Wenn du nicht mehr weißt, was dir gut tut: Geh in die Natur. Laufe im Wald. Mache Sport. Schreibe auf, was dich bewegt.

4. Ruf deine Krankenkasse an.

Schildere deine Situation und bitte um Kontaktdaten von Psychologen oder Ärzten, die auf Burn-out spezialisiert sind. Wenn du das selbst nicht mehr schaffst, lass dies eine vertraute Person übernehmen. Organisiere dir professionelle Unterstützung.

5. Informiere dich weiter.

www.burnoutzentrum.com oder www.hilfe-bei-burnout.de .


Es hat keiner was davon, wenn es dir schlecht geht.

Am wenigsten du selbst.

Du bist das Wichtigste, was es gibt.



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Quellen


Buch "YogaBreak - Überleben im Büro" (Carolin Wüllner)

www.burnoutzentrum.com

www.hilfe-bei-burnout.de

Broschüre „Der Stress“ & Informationen zu Burn-out (www.tk.de)