5 Anzeichen, dass dein Stress zum Burn-out wird

Aktualisiert: 15. Sept 2020

Es gibt diesen Stress, den wir einfach nicht mehr loswerden.

Wir schaffen es nicht mehr abzuschalten und zu entspannen.

Wie du erkennst, dass du dabei bist auszubrennen und was du tun kannst, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen, erfährst du hier.







Stress kennen wir alle. Wie sollten wir sonst

  • auf den letzten Drücker in den losfahrenden Zug springen

  • eine kurzfristige Deadline erfüllen oder

  • eine Rede vor 100 Leuten halten?


Stress spornt unseren Körper und Geist zur Höchstleistung an.

Damit wir Unglaubliches schaffen.

Diese Art von kurzfristigem Stress kommt und ist dann auch schnell wieder vorbei.

  • Wir schnaufen eine Weile wie eine Dampflok und entspannen dann den Rest der Fahrt im Zugabteil.

  • Nach Erfüllung der Deadline gönnen wir uns ein Schaumbad.

  • Nach der Rede schnappen wir uns ein Glas Sekt und plaudern mit den Gästen.

Fantastisch. Stress und danach Entspannung. Der perfekte Ausgleich.


Stress ohne Ende


Doch dann gibt es diesen fiesen, sich langsam aufbauenden Stress.

  • Stress, der sich häuft und kein Ende mehr nimmt.

  • Stress, der sich von der Arbeit durch die Haustür ins Wohnzimmer schleicht.

  • Stress, der mit unter die Bettdecke kriecht und dich nicht mehr abschalten lässt.

Was den Stress auslöst, kann für jeden unterschiedlich sein.

Stress ist individuell.

Was für den einen ein Kinderspiel, ist für den anderen der blanke Horror:

  • verärgerte Klient*innen oder Vorgesetzte

  • zu viele Aufgaben und kein Ende in Sicht

  • eine Deadline einhalten


Schafft man es immer für Ausgleich und Entspannung zu sorgen, baut sich auch dieser Stress wieder ab.


Doch, was tun, wenn man gar nicht mehr entspannen kann?

5 Anzeichen, dass dein Stress zum Burn-out wird


1. Du hast ein sehr hohes Engagement für deine beruflichen Ziele.

Du bleibst gerne länger bei der Arbeit.

Du machst Überstunden, damit du alles schaffst.

Nur bei erledigten Aufgaben, findest du Ruhe.

Abgeben und um Hilfe bitten, fällt dir schwer. Du machst lieber alles selbst.


2. Du fühlst dich unentbehrlich.

Du denkst: „Ohne mich geht alles den Bach runter.“

„Wenn ich das nicht mache, dann macht es keiner.“


3. Du verleugnest deine eigenen Bedürfnisse.

Trotz dicker Erkältung oder Grippe gehst du zur Arbeit oder arbeitest von zu Hause.

Am Feierabend checkst du oft deine Arbeitsemails und erledigst dringende Angelegenheiten.

Eigentlich würdest du in deiner freien Zeit gerne mal gar nichts machen, aber Freunde wollen dich unbedingt sehen und du willst nicht absagen.

Du stellst dich zurück. Erst die anderen, dann irgendwann du.


4. Du hast das Gefühl nie Zeit zu haben.

Du denkst, der Tag müsste 48 Stunden haben, damit du alles schaffst.

Du wirst einfach nie fertig.

Wenn du könntest, würdest du durcharbeiten ohne zu schlafen, damit einfach mal alles geschafft ist.


5. Du bist ständig müde und erschöpft und deine Freizeit reicht nicht aus, dich zu erholen.

Meist hast du am Wochenende auch familiäre oder soziale Verpflichtungen/Aktivitäten.

So richtig zur Ruhe kommst du an deinen freien Tagen nicht.


Das passiert, wenn du jetzt nichts tust:

Die 5 Anzeichen sind Teil der ersten Phase eines sich aufbauenden Burn-outs.

Man geht davon aus, dass Betroffene mehrere Phasen durchlaufen, bis sie erkranken.

Schaffst du es nicht die Reißleine zu ziehen, geht es wie folgt weiter:


Zweite Burn-out-Phase

  • (Über-)Engagement breitet sich zum Erschöpfungszustand aus

  • Verminderte Belastbarkeit

  • Wachsende Stimmungslabilität

  • Chronische Müdigkeit und Erholungsunfähigkeit

  • Innere Unruhe und Nervosität

  • Gereiztheit bis zur Aggressivität